Foto-Tagebuch "Sanierung der Hohen Brücke" Teil 4

 

KW 40

30.09. 8:00 Uhr: Beginn der Abrissarbeiten von Geländerteilen und Betonplatten
an der Seite Gelsenkirchener Straße. Zunächst nimmt Johannes Breuer wieder den Schrottbrenner in die Hand und trennt auf jeder Seite 3 Geländerstücke vom Brückenkörper ab. Damit ist er schon um 9:00 Uhr fertig. Dann wird es sehr spektakulär: Ein Riesen-Kran von der Fa. Schares mit einem 50-Meter-Ausleger steht bereit, um die abgetrennten Geländer und 14 Bodenplatten aufzunehmen und auf den Vorplatz zu hieven.

 

Heute nimmt Detlef Timmer selbst die Brechstange in die Hand und löst Platte für Platte.

Um 9:30 Uhr sind die Geländerteile und Wegplatten entfernt.
Die noch geldbringenden Geländerteile werden sofort von Johannes Breuer mit dem Gabelstapler auf einen Anhänger gehievt und weggefahren.


10:03 Uhr: Die Regionalbahn Essen-Borken muss abgewartet werden,
dann startet die Umsetzung des Gondelgerüstes, das noch auf der anderen Seite hinter den verbliebenem Geländer steht, auf die aktuelle Arbeitsseite. Die Haken des Krans werden befestigt und kurz darauf schwebt das Gerüst durch die Luft. Zwei Männer justieren das schwebende Gerüst, damit es passgenau mit den Laufrollen wieder auf die Brückenträger gesetzt werden kann. Damit das Gerüst gerollt werden kann, müssen zunächst die Brückenträger vom losen Schmutz mit dem Besen gereinigt werden.

10:20 Uhr: Der Kran und der Kranführer haben ihre Dienste getan: Stück
für Stück wird der große Ausleger eingefahren und eingeklappt.

 

Währenddessen wird das Gondelgerüst zum Brückenkopf geschoben und für die weiteren Arbeiten vorbereitet. Die Holzbohlen, die unterhalb der Stahltraversen als Standfläche für die Arbeiter dienen, müssen wieder eingefügt werden.

Dann folgt der gleiche Ablauf wie schon auf der anderen Seite: Zuerst wird der Brückenkörper mittels Hochdruckreiniger gesäubert und anschließend werden alle Unebenheiten und Roststellen mit der Flex entfernt. Bei dem Wind heute war das eine recht staubige Angelegenheit.

01.10. 8:00 Uhr: Die Roststellenentfernung ist sehr arbeitsintensiv, denn auf
dieser Seite ist der Zustand des Stahlkörpers deutlich schlechter. Evtl. liegt es daran, dass diese Stelle mehr im Schatten der großen Bäume liegt und hier langsamer Feuchtigkeit abtrocknen kann als auf der gegenüberliegenden Seite.

Heute wurde auch von einem städtischen Fahrzeug an der Bankette entlang der Gelsenkirchener Straße im Bereich der Hohen Brücke ein Rückschnitt vorgenommen.
Vorhandene gewucherte Sträucher und Bäume benötigten aber auch noch einen großzügigen Rückschnitt!

Beim Betonwerk Voßbeck-Elsebusch warten die fertigen Wegplatten auf ihre letzte Bestimmung, nämlich als neuer Brückenbelag für die Hohe Brücke - dem Wahrzeichen der Feldmark - verlegt zu werden.


02.10. Heute werden die Vorstricharbeiten, die gestern schon begonnen worden
sind, zu Ende geführt. Weil die Farbe für den Endanstrich noch nicht vorrätig ist, werden schon mal die Reinigungsarbeiten an den Mauern der Brückenköpfe auf beiden Seiten vorgenommen. Mittels der Dreckfräse des Hochdruckreinigers erstrahlt der alte Beton nach wenigen Minuten fast wie neu. Zuvor wurden an diesen Stellen die wild wuchernden Brombeerranken und Brenneseln kurz gesenst.



Der zugewucherte Grünstreifen am Weg von der Feldhausener Straße zur Brücke (Namensvorschlag: Feldhausener Weg) ist auch bereits mittels schwerem Gerät kurz geschnitten worden. Dadurch ist richtig viel Platz entstanden: Vielleicht könnten hier neue Sitzbänke als Ruhezone an diesem idyllischem Ort installiert werden.

Die fertig beschichteten Geländerteile für die ersten 70 Meter am Feldhausener Weg sind von der Beschichtung zurück und lagern bei der Fa. Breuer. Gleichzeitig warten die verzinkten Geländer des letzten Teilstückes auf ihren Transport zur Beschichtungsfirma.